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Webdesign · Preise · Mai 2026

Was kostet eine Website 2026?

Ehrliche Preisrahmen aus über 50 Projekten – von € 1.500 bis € 25.000. Was wirklich im Preis enthalten ist und welche versteckten Kosten du kennen solltest.

12 Min · von Edgar Oganisjan

Wenn du nach „Website kosten“ googelst, bekommst du Antworten zwischen „kostenlos“ und „sechsstellig“. Beides stimmt – und beides ist nutzlos. Dieser Artikel räumt damit auf und gibt dir ehrliche Bandbreiten aus der Praxis: was eine Website 2026 wirklich kostet, was im Preis enthalten ist, welche Folgekosten oft vergessen werden und woran du erkennst, ob ein Angebot fair oder unseriös ist.

Die kurze Antwort vorweg

Eine professionelle Business-Website kostet in Österreich und Deutschland 2026 typischerweise zwischen € 3.500 und € 12.000. Eine schlanke Landingpage gibt es ab € 1.500, ein WooCommerce-Shop beginnt bei € 5.000, und größere Custom-Projekte gehen bis € 25.000 und darüber hinaus. Wer dir eine „komplette Firmenwebsite ab € 299“ verkauft, liefert ein Template mit deinem Logo darauf – mit allen Folgeproblemen.

Was den Preis bestimmt

Website-Preise entstehen nicht aus Mondzahlen, sondern aus konkreten Stundensätzen multipliziert mit konkretem Aufwand. Der Aufwand wiederum hängt von sechs Hauptfaktoren ab:

  1. Anzahl der Seiten: Eine Single-Page kostet anders als eine 30-seitige Firmenwebsite – aber nicht linear. Die ersten fünf Seiten erfordern die meiste Konzeptarbeit, jede weitere Seite ist günstiger.
  2. Designtiefe: Template-Anpassung vs. komplett individuelles Design mit Wireframes, Designsystem und Komponenten-Bibliothek. Letzteres macht typischerweise 30–50 % des Projektpreises aus.
  3. Funktionalität: Reine Inhaltsseite vs. Konfigurator, Login, Mitgliederbereich, mehrsprachiger Shop. Jede zusätzliche Funktion bedeutet Stunden für Entwicklung, Testing und Dokumentation.
  4. Mehrsprachigkeit: Eine zweite Sprache erhöht den Aufwand um 30–60 %, je nachdem ob es nur Übersetzung ist oder echte regionale Lokalisierung mit eigenen Inhalten und hreflang-Strategie.
  5. Schnittstellen: Anbindung an dein CRM, ERP, Buchhaltung, Newsletter-Tool, Zahlungsanbieter. Standard-Schnittstellen sind günstig, exotische Systeme können einen ganzen Sprint kosten.
  6. Inhaltsproduktion: Stellst du Texte und Bilder selbst bereit oder soll die Agentur das übernehmen? Professionelle Texterstellung kostet € 120–250 pro Seite, Fotografie ab € 800 pro Tag.

Realistische Preisrahmen 2026

Hier sind die ehrlichen Bandbreiten aus unseren letzten 50 Projekten. Alle Preise netto in Euro, exklusive laufender Kosten wie Hosting und Domain.

Projekt-Typ Umfang Preis
One-Pager / Landingpage1 Seite, Lead-Funnel, Tracking€ 1.500 – € 3.500
Visitenkarten-Site3–5 Seiten, Kontaktformular€ 2.500 – € 4.500
Business-Site Standard8–15 Seiten, CMS, Blog€ 6.500 – € 12.000
Business-Site Premium20+ Seiten, mehrsprachig, individuelle Module€ 12.000 – € 25.000
WooCommerce-Shopbis 200 Produkte, Zahlung, Versand€ 5.000 – € 15.000
B2B / KonfiguratorKundenlogin, Staffelpreise, ERP€ 15.000 – € 45.000
Custom Web-Appindividuelle Logik, Datenbankab € 25.000

Was im Preis enthalten sein sollte

Ein seriöses Festpreis-Angebot 2026 deckt mindestens diese Punkte ab:

  • Konzeption: Sitemap, Userflows, Wireframes
  • Designsystem in Figma mit zwei Korrekturschleifen
  • Vollständige Frontend-Entwicklung (HTML5, CSS, JS)
  • Responsive Design für Smartphone, Tablet, Desktop
  • CMS-Setup mit Schulung
  • SEO-Grundlagen (Schema.org, Sitemap, robots.txt, Meta-Tags)
  • Performance-Optimierung (Lighthouse 90+)
  • Barrierefreiheit nach WCAG 2.2 Level AA
  • DSGVO-Setup (Cookie-Banner, Datenschutzerklärung-Vorlage)
  • Tracking-Setup (GA4 mit Consent Mode v2)
  • QA-Testing und Cross-Browser-Tests
  • 30-Tage-Bugfixing-Garantie nach Launch

Wenn einer dieser Punkte fehlt, frag nach. Häufig wird Barrierefreiheit, Performance-Optimierung oder das DSGVO-Setup „extra“ angeboten – obwohl es 2026 längst Pflichtprogramm ist.

Laufende Kosten, die viele übersehen

Der Projektpreis ist nur der Einstieg. Eine Website hat laufende Kosten, die du in deine Kalkulation einplanen solltest:

Kostenposten Pro Jahr
Domain (.at, .de, .com)€ 10–25
Hosting (Shared bis VPS)€ 60–600
SSL-Zertifikat (oft inklusive)€ 0–80
Wartungspaket (Updates, Backups, Security)€ 948–2.988
Plugin-/Theme-Lizenzen (z. B. ACF Pro, WPML)€ 0–500
E-Mail-Postfächer professionell€ 30–120
DSGVO-Datenschutzerklärung-Generator€ 0–200

Realistisch solltest du mit € 1.000–4.000 pro Jahr für die laufende Pflege einer Standard-Website rechnen – inklusive Wartung, Hosting, Domain und kleinen Inhaltsanpassungen.

Warum manche Websites € 500 kosten – und was du dafür wirklich bekommst

Bilig-Angebote unter € 1.500 funktionieren auf zwei Wegen. Entweder bekommst du ein Template-Setup – ein gekauftes WordPress-Theme oder ein Wix/Jimdo-Baukasten mit deinem Logo darauf. Funktional, aber austauschbar, ohne Conversion-Optimierung, ohne saubere SEO-Struktur, ohne Barrierefreiheit. Oder du bekommst eine Webseite, die zwar günstig ist, dafür aber im Wartungsvertrag nachgeholt wird: monatliche Pflichtgebühren für Hosting, Pflege und „Sicherheit“, die in Summe nach drei Jahren das Drei- bis Vierfache eines fairen Festpreises kosten.

Beides hat seine Berechtigung – als Quick-Lösung für eine Vereinsseite, einen privaten Blog oder eine erste Notfall-Präsenz. Für ein ernstgemeintes Geschäft, das über die Website Anfragen, Bestellungen oder Buchungen generieren soll, ist es Geldverschwendung. Eine Website ist kein Briefpapier, sondern ein Vertriebskanal – und der sollte entsprechend behandelt werden.

Was kostet eine Website bei Skins4You?

Bei uns startet eine Landingpage bei € 1.500, eine Standard-Business-Website kostet € 6.500–12.000, ein WooCommerce-Shop € 5.000–15.000. Genaue Festpreise gibt es nach einem 30-minütigen Erstgespräch innerhalb von drei Werktagen. Mehr Details findest du auf unseren Service-Seiten:

Fazit

Eine professionelle Website 2026 kostet das, was sie wert ist – und das hängt vom konkreten Aufwand ab, nicht vom Bauchgefühl der Agentur. Vermeide Lockangebote unter € 1.500, vermeide Stunden-basierte Verträge ohne Festpreis-Obergrenze, und frag bei jedem Angebot nach: Was ist konkret enthalten, welche Korrekturschleifen sind drin, wer hostet, wer wartet, und was kostet die laufende Pflege? Mit diesen Fragen filterst du die Mehrheit unseriöser Angebote schon vor dem ersten Termin.

Über den Autor

Edgar Oganisjan ist Gründer von Skins4You – einer Webdesign- und Online-Marketing-Agentur aus Graz. Er hat in den letzten 20 Jahren über 50 Websites gebaut – vom kleinen Blog bis zum mehrsprachigen Shop. Mehr über das Team →

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